Elisabeth Wärnfeldt

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Über mich

Ein Künstler muss wagen,
das Schöne, das Kaputte zu zeigen,
und wagen, verletzlich zu sein.

So fing es an:

Erinnerungen:

Kalender

20.11.2012 — Concert with Cantus Novus Wien, Vienna, Austria
22.11.2012 — Concert with Cantus Novus Wien, Vienna, Austria
17.02.2013 — Concert in Vienna, Austria
16.03.2013 — Concert in Vienna, Austria
21.03.2013-
25.03.2013 — Tour in Italy
03.04.2013-
16.04.2013 — Tour in Sweden
20.03.2013-
22.03.2013 — Word in Zürich, Schweiz
11.05.2013 — Hausmusik in Vienna, Austria
12.05.2013 — Concert in Vienna, Austria
28.05.2013 — Künstlerportrait, Kai Nieminen, Vienna, Austria
03.06.2013-
06.06.2013 — Recordingsession for Toccata Classics

Lebensweg

Eisabeth Wärnfeldt wurde in Stockholm geboren und ist in Dalarna aufgewachsen. Nach einem Prae-Doc in Musikwissenschaft an der Universität Stockholm studierte sie Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Elisabeth debütierte in der Rolle als Halka an der Schlesichen Oper in Katovice in Polen. Nach ihrem Debüt begann ihre Karriere als Konzert- und Opernsängerin in Rollen wie Anna Bolena, Chrysothemis, Leonore, Donna Anna, Rosalinda, Gräfin, Santuzza, Witwe Bolte, Lia, die Mutter in Amahl och Nattgästerna, sowie im Musical Mister Gott, hier ist Anna, die Dame in Damen det brinner von Boel Dirke, als auch in Poulencs La voix humaine. Elisabeth Wärnfeldt hat zahlreiche Auftritte in Funk und Fernsehen absolviert und eine größere Anzahl CDs aufgenommen.

Die meisten Erfolgsgeschichten geschehen im Scheinwerferlicht

Miniaturbeschreibungen eines Menschenlebens

Es war nicht immer einfach, alleinstehende, singende Mutter von zwei Kindern zu sein, die zwischen zwei Welten aufgewachsen ist: In Stockholm bei Mutter und Vater, und bei Großvater auf dem Hof am Siljansee im Mittelschwedischen Dalarna. Diese zwei Welten gaben mir auch zwei unterschiedliche musikalische Perspektiven mit auf den Weg: Die klassische Ausbildung in Stockholm mit einer ersten Solorolle als Elfjährige in Hindemiths Kinderoper „Wir bauen eine Stadt“, während ich mit Hugo Alfvéns Rättvik-Boda-Chor als zweites Solo für Chor und Solostimme arrangierte religiöse Volkslieder (Choräle aus Dalarna) sang. Mein eigentliches Debüt war ein Romanzenkonzert bei dem Festival Musik vid Siljan mit Jan Eyron am Piano. Es war ein kraftvoller und erfolgreicher Auftritt, der von viel Lob in den Zeitungen gefolgt war, was ein Durchstarten meiner Karriere zur Folge hatte. Ich kam früh nach Österreich, wo ich jeden Sommer ab meinem 15. Lebensjahr an der Sommerakademie des Mozarteums Gesang studierte, und das mittlerweile zu meiner zweiten Heimat geworden ist.

Die herausragendsten SängerInnen und MusikerInnen zu treffen, sie zu hören und in denkwürdigen Aufführungen zu sehen, schulte das Ohr für die Musik, die auch zu meinem Repertoire werden sollte, setzte jedoch auch von Anfang an himmelhohe Maßstäbe.

Zeitgenössische Musik

Ich absolvierte ziemlich schnell einen Prae-Doc in Musikwissenschaft und schrieb meine Abschlussarbeit über den Komponisten Torbjörn Iwan Lundquist und seine Musik, in deren Rahmen ich die Analysemethode „Das Assoziationsprinzip“ für zeitgenössische E-Musik entwickelte. Durch die nahe Zusammenarbeit mit dem Komponisten und den zahlreichen Liedern, die er für mich schrieb und mir widmete, schuf diese Begegnung einen wesentlichen Zugang zur zeitgenössischen Musik, deren Aufführung - und oftmals Uraufführung - ich seitdem viel Zeit gewidmet habe. Ich hatte den Vorteil, dass viele Werke für meine Stimme geschrieben wurden, und es bereitet mir große Freude, dazu beizutragen, dass die Kunstmusik unserer Zeit durch die Begegnung mit den Zuhörern lebt.

Eine Karriere beginnt

Ich bekam den Großteil meiner Gesangsausbildung an der Musikuniversität in Wien. Ohne mein Studium abgeschlossen zu haben, debütierte ich bei dem Festival Musik vid Sijan och fing bei der Norrlandsoper an. Die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Arnold Östman war spannend, eine Herausforderung, und ich verbrachte ein fantastisches erstes Opernjahr in Schweden, bevor es mich wieder in die Welt hinauszog. Dank der Agentur Hollaender wurde ich für mein erstes großes Engagement in der Rolle als Chrysothemis nach Klagenfurt bestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein Stipendium von Birgit Nilsson in Västra Karup und das Bayreuthstipendium der Wagnergesellschaft Stockholm erhalten. Über Kollegen kam ich in Kontakt mit der Schlesischen Oper in Bytom/Katowice in Polen. Ich bewarb mich dort, da die Vorstellungen mit Hilfe der MusikerInnen lebendig waren, da man unter der Leitung von Maria Foltyn auch ausreichend Zeit zum Üben hatte. Ich stieg mit der Rolle der Halka ein, was sich wie mein Operndebüt anfühlte, da ich ein Teil dieses Ganzen war, das ich Musiktheater nennen möchte, und das große Zufriedenheit und Sinn stiftete. Mit dieser Erfahrung im Gepäck reiste ich in die USA und lernte durch meine amerikanische Agentin Isabela Wolf den Dirigenten Peter Mark kennen, unter dem ich mit der Rolle als Anna Bolena in Richmond zu singen begann.

Die größte aller Rollen

Während meines Aufenthalts in den USA lag plötzlich mein Leben in Schweden in Scherben und nahm eine sehr ernste Wendung. Ich hatte einen schweren Weg zu gehen, aber nach einigen Jahren veränderte sich alles, als ich meinen damaligen Mann traf und zwei wunderbare Kinder bekam. Die Rolle als Mutter ist die größte, die mir das Leben schenken konnte. Mit der Katastrophe im Nacken musste ich mich meiner Verantwortung stellen, meine festen Opernengagements hinter mir lassen und stattdessen meine Rollen im Rahmen eines Opernfestivals im Südschwedischen Schonen bei meinem lieben Freund Christian Myrup singen. Ich war äußerst dankbar für die Möglichkeit, mit Komponisten wie Boel Dirke, Jan Wallgren, Torbjörn Iwan Lundquist, Stefan Säfsten und Monica Dominique zusammenzuarbeiten. Es kam zu einer lebendigen Begegnung mit jener Musik, die mein Schaffen noch heute prägt.

Als alleinstehende Mutter hatte ich den Spagat zu meistern, für meine Kinder und ihre Bedürftnisse dazusein, aber auch genügend Gesangsaufträge anzunehmen, um uns im Alltag über Wasser zu halten. Ich nahm meine internationalen Kontakte wieder auf und wurde vom Leben wieder in die Stadt Wien und nach Österreich geführt.

Reife

Heute begrenze ich meine Auftritte und singe zwei Rollen pro Jahr, um dem Schreiben, den jungen SängerInnen und dem Projekt „Sänger ohne Grenzen“ Raum zu geben. Als reife Frau mitten im Leben ist es nicht mehr angemessen, siebzehnjährige junge Frauen mit ihrer mangelnden Erfahrung und Naivität auf der Bühne zu gestalten. Es geht vielmehr darum, meine Entwicklung als Mensch zu bejahen und darum, zu respektieren, dass mein Herz und meine Augen offen waren und ein halbes Leben lang gesehen haben. Es gibt nicht viele Rollen, die dieser reifen, weiblichen Perspektive Raum geben, aber durch mein eigenes Schreiben habe ich nun mit meinem Libretto Völvan/Die Völva, das sein musikalisches Kostüm von Maestro Leif Segerstam bekommt, zu solch einer Rolle beigetragen. Und sie werden mehr werden. All das geschieht vor dem Hintergrund, dass ich meine Repertoireliste verkürzt habe, aber ich habe natürlich die Rollen, die ich gesungen habe, nicht vergessen. Eine jede ist zu einer engen Freundin geworden, mit der ich eine vertraute Beziehung habe.

Es verlangt Mut, das Leben zu wagen. Alle Künstler und Sänger, die ich bewundere, tragen etwas Zerbrochenes in sich. Ein Künstler muss wagen, das Schöne, das Kaputte zu zeigen, und wagen, verletzlich zu sein.

Ich freue mich über eine Kontaktaufnahme unter elisabethwarnfeldt@gmail.com

In meinem Blog kann man mich weiter auf meinem Weg begleiten. Herzlich Willkommen!

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